Beschreibung
void
header ( string string [, bool replace [, int http_response_code]] )
header() wird zum Senden von
HTTP Anfangsinformationen (Headern) im Rohformat
benutzt. Weitere Informationen über die HTTP Header
finden Sie in der HTTP/1.1 Spezifikation.
Anmerkung:
Seit PHP 4.4.2 und PHP 5.1.2 unterbindet die Funktion das gleichzeitige
Versenden mehrerer Header zum Schutz gegen Header Injection Angriffe.
Der optionale Parameter replace gibt an, ob der
Header einen vorhergehenden gleichartigen Header ersetzten soll, oder ob
ein zweiter Header des selben Typs hinzugefügt werden soll. Standardmäßig
wird ersetzt, wenn Sie als zweites Argument FALSE übergeben, können Sie
so mehrere Header desselben Typs erzwingen. Zum Beispiel:
Der zweite optionale Parameter http_response_code
spezifiziert den HTTP Response Code des angegebenen Wertes. (Dieser
Parameter ist in PHP 4.3.0 und höher verfügbar.)
Es gibt zwei Spezialfälle von Header-Aufrufen. Der erste ist ein
Header, der mit "HTTP/" beginnt (ob Groß- oder
Kleinschreibung ist nicht relevant) und zum Herausfinden des zu
sendenden HTTP Statuscodes verwendet wird. Wenn Sie zum Beispiel
Apache konfiguriert haben, um ein PHP Skript zum Bearbeiten von
Anforderungen fehlender Dateien (mittels der
ErrorDocument Direktive) zu verwenden, möchten
Sie bestimmt sicherstellen, dass Ihr Skript den passenden Statuscode
generiert.
Anmerkung:
Die HTTP Status Header Zeile wird immer die erste zum Client gesendete
sein, egal ob der aktuelle header()-Aufruf der erste
ist oder nicht. Der Status kann mittels header()
jederzeit mit einer neuen Statuszeile überschrieben werden, sofern die
HTTP Header noch nicht gesendet wurden.
Der zweite Spezialfall ist der "Location:" Header. Es wird nicht nur
der Header an den Browser geschickt, sondern auch ein
REDIRECT (302) Statuscode, wenn nicht bereits ein
3xx Statuscode gesendet wurde.
Anmerkung:
HTTP/1.1 verlangt einen absoluten URI inklusive dem
Schema, Hostnamen und absoluten Pfad als Argument
von Location:,
aber manche Clients akzeptieren auch relative URIs. Gewöhnlich können
Sie mittels $_SERVER['HTTP_HOST'],
$_SERVER['PHP_SELF'] und dirname()
aus einem relativen Link einen absoluten URI selbst erstellen:
Anmerkung:
Die Session-ID wird nicht mit dem Location-Header übermittelt, außer Sie
haben session.use_trans_sid
eingeschaltet. Sie muss daher manuell durch Verwendung der
SID-Konstante hinzugefügt werden.
PHP-Skripte erzeugen oft dynamische Inhalte, die weder vom Browser
noch von irgendeinem Proxy zwischen Web-Server und Client-Browser
gepuffert ("gecached") werden sollen bzw. dürfen. Bei vielen Proxies
und Browsern kann das Cachen wie folgt unterbunden werden:
Anmerkung:
Es könnte auch sein, dass Ihre Seiten nicht zwischengespeichert werden,
auch wenn Sie obigen Header nicht ausgeben. Es gibt eine Anzahl Optionen,
welche die Benutzer in ihren Browser einstellen können, um das
standardmäßige Caching-Verhalten zu verändern. Durch das Senden obiger
Header sollten Sie jedwede Einstellungen, die die Ausgabe Ihres Skriptes
zwischenspeichern würden, außer Kraft setzen.
Weiterhin können Sie session_cache_limiter() und
die Konfigurationsoption session.cache_limiter
verwenden, um die korrekten Header bezüglich Caching automatisch
generieren zu lassen, sollten Sie Sessions benutzen.
Beachten Sie, dass header() aufgerufen werden muss,
bevor eine Ausgabe gesendet wurde, egal ob dies normale HTML Tags, leere
Zeilen in einer Datei oder von PHP sind. Ein weit verbreiteter Fehler ist,
mittels include(), require() oder
anderen Dateizugriffsfunktionen Code zu lesen, und so unbewusst
Leerzeichen oder Leerzeilen auszugeben, bevor header()
aufgerufen wird. Das gleiche Problem besteht auch bei Verwendung einer
einzigen PHP/HTML Datei.
Anmerkung:
Seit PHP 4 können Sie dieses Problem umgehen, indem Sie Output
Buffering benutzen, mit dem Overhead, dass alle Ihre Ausgaben an
den Browser gepuffert werden, bis Sie diese senden. Um dies zu tun,
verwenden Sie in Ihrem Skript ob_start() und
ob_end_flush() oder setzen Sie die
Konfigurationsdirektive output_buffering in der
php.ini bzw. in den Server-Konfigurationsdateien auf On.
Wollen Sie den Benutzer auffordern, die von Ihnen gesendeten Daten
wie z.B. eine generierte PDF Datei zu speichern, können Sie den
Header Content-Disposition verwenden,
um einen empfohlenen Dateinamen anzubieten und den Browser zu zwingen,
den Dialog zum Speichern anzuzeigen.
Anmerkung:
Der Microsoft Internet Explorer 4.01 hat einen Bug, der diese
Funktionalität verhindert, und es gibt keinen Workaround. Auch
im Microsoft Internet Explorer 5.5 existiert ein Bug, der dies
behindert, dieser kann jedoch mittels eines Upgrades auf Service
Pack 2 oder höher behoben werden.
Anmerkung:
Ist safe mode aktiviert, wird
die UID des Skriptes dem realm Teil des Headers
WWW-Authenticate (für HTTP Authentifizierung
verwendet) hinzugefügt, sollten Sie diesen Header setzen.
Siehe auch headers_sent(),
setcookie() und den Teil
HTTP Authentifizierung.